Liebe*r ….,
schön wieder von dir zu wissen und zu lesen, dass sich dort an der Ostsee Sachen verbessert haben. Hier auf Teneriffa ist alles so viel schöner als vor 30 Jahren. Die Krisenjahren nach der Pandemie waren durchaus von sozialer Ausgrenzung bedroht hart und sehr schwierig durchzuziehen. Wie du weißt, ist die Arbeitslosenquote auf den Kanaren bis zu 55% gestiegen und fast genau so viele Menschen waren von sozialer Ausgrenzung bedroht. Zum Glück kamen die großen Veränderungen gerade noch rechtzeitig: am einflussreichsten war mMn die Veränderung des allgemeinen Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen. Ach, haben sich TUI und FTI und all diese gigantische Touristikkonzerne dagegen gewährt…! Und natürlich zurecht – all deren Privilegien sind jetzt im Eimer, und lokale Unternehmer können endlich an einem fairen Wettbewerb teilnehmen. Das hat natürlich krasse Konsequenzen außerhalb der Wirtschaft gehabt: riesige Hotelketten, die nur prekäre Jobs anbieten und überhaupt nicht and der Umwelt, die Landschaft oder die Bedürfnisse von uns lokalen Menschen denken, gehören zur Vergangenheit – nein, keine einzige Kellnerin trägt heutzutage die Tracht, haha! Ach, waren das dunkle Zeiten! Eine andere coole Entwicklung ist die der ganzen touristischen Infrastrukturen die während der Corona-Krise verlassen worden sind. Hotels, Aquaparks, Restaurants… alter war das crazy, die ganzen Sachen jahrelang komplett leer zu sehen. Wie du weißt wurden die meisten aber ja 2025 von der lokalen und regionalen Regierung „en masse“ gekauft. Jetzt ist da auch einige Schritte vorangelaufen: nach einige Hinundhers haben sich unterschiedliche Kooperativen gebildet, die diese für eigenes Nutzen anwenden. In den meisten gibt es einfach Wohn- und Arbeitsgemeinschaften, viele werden aber auch für Bildungszwecke genutzt, und es gibt sogar einige Mehr-Generationen-Wohngemeinschaften.
Liebe Grüße!! Elena
Ich würde mir wünschen, dass…
es zwischen Touristen und lokale Menschen mehr Austausch *auf Augenhöhe* gibt.
Wenn ich mir alles wünschen könnte, dann…
würden lokale Menschen / Gemeinschaften bzw. deren Bedürfnisse, die partizipativ zu definieren und artikulieren sind, immer im Zentrum der Entscheidungen die den Tourismus regulieren, sein.
Am Liebsten würde ich die aktuelle internationale Gesetzeslage komplett umdrehen, sodass der Mensch und die Umwelt geschützt werden – und nicht unternehmerische Interesse (wie es momentan durch den Allgemeine Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen ist).
Idealerweise wäre es so, dass…
Tourismus einen vorwiegenden positiven Effekt in den Regionen hat, und ywar nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem kulturell und sozial.
Wenn ich eine mächtige Politiker*in wäre, würde ich…

1. nur einige, wenige Arten von Tourismus zulassen.

2. die negativen Effekte, die meist auf sozialer, kultureller und umweltlicher Ebene passieren, quantifizieren, sodass die Länder, aus denen die meisten Touristen kommen, eine Art Rechnung bekommen.

3. sehr auf die Leckage-Rate aller wirtschaftlichen Unternehmen, die in meiner Region aktiv sind, achten und ggf. dagegen kämpfen.

Zukunftsbild von …

32, w, ledig, Studentin, Freiberuflerin

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