Wir arbeiten mit Methoden aus dem Design und der Zukunfts­forschung.

WAS IST WAS der Zukunftsforschung:

Zukunftsforschung

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Zukunftsbildern

Zukunft lässt sich nur schwer erforschen, da sie noch nicht existiert. Zukunftsforschung beschäftigt sich daher mit „gegenwärtigen Zukünften“, also den vielen verschiedenen Vorstellungen und Visionen von Zukunft, die in der Gegenwart existieren. Ausgehend von der Grundannahme, dass Zukunft offen und gestaltbar ist, machen Zukunftsforscher*innen die verschiedenen möglichen, wahrscheinlichen und wünschenswerten Zukünfte sichtbar, beleuchten diese kritisch, und geben letztendlich Orientierungswissen für eine bessere Zukunftsgestaltung.

Zukünfte

Zukunft existiert im Plural

Als Zukunftsforscher*innen reden wir meist von Zukünften im Plural. Das kommt daher, dass wir mit der Grundannahme arbeiten, dass Zukunft offen ist und es deshalb eine Vielzahl an möglichen, wahrscheinlichen und wünschenswerten Zukünften gibt.

Zukunftsbilder

Unsere Vorstellungen von Zukunft

Zukunftsbilder sind die Vorstellungen, die wir uns heute von Zukunft machen. Sie können unbewusst in den Köpfen der Menschen existieren, sie können aber auch explizit und sichtbar gemacht werden. Zukunftsbildern können sowohl Ängste als auch Hoffnungen, Wünsche und Bedürfnisse spiegeln und existieren als Repräsentationen von möglichen, wahrscheinlichen oder auch wünschenswerten Zukünften. Ihre Form ist vielfältig: so können Zukunftsbilder als sprachlich ausformulierte Texte existieren, aber auch in visualisierter Form (zum Beispiel als Comic, Video oder Theaterstück).

Utopie

Die imaginierte Wunschwelt

Die Utopie ist der imaginierte Ort einer wünschenswerten Zukunft, die sich aus gegenwärtigen Hoffnungen, Wünschen, Kritik, Erwartungen, Ängsten und Annahmen speist. Meist ist mit Utopie ein Ort gemeint, der nie erreicht werden kann – die “konkrete” Utopie kann jedoch auch Welten beschreiben, die verwirklichbar sind.

Ungewissheit

Zukunftsszenarien schaffen Orientierungswissen

Ein wichtiges Ziel von Zukunftsforschung ist die Navigation von Ungewissheit. Auch wenn die Zukunft ungewiss ist, besonders die weit entfernte Zukunft, so kann es hilfreich sein, die wahrscheinlichen, möglichen, und vor allem auch wünschenswerten Zukünfte zu erörtern. Dafür analysieren Zukunftsforscher*innen zum einen bestehende Zukunftsbilder, aber arbeiten auch an der Entwicklung alternative Zukunftsszenarien.

Wild Card

Brüche in der Prognose

Eine Wild Card ist ein unerwartetes oder sogar als “unmöglich” eingestuftes Ereignis, das den erwarteten Verlauf der Dinge radikal verändert. Wild Cards verändern Entwicklungen, sie beschleunigen oder lenken Trends um und wirken im Allgemeinen als Katalysatoren.

Futures Literacy

Zukunft als Fähigkeit

Futures Literacy beschreibt die Fähigkeit, „Zukünfte“ zu verstehen, zu kontextualisieren und sich in ihnen zurechtzufinden. Genauso wie wir lesen lernen, können wir auch lernen, Ungewissheit bewusst zu antizipieren und sogar nutzbar zu machen.

Futures Thinking

Denken in Zukünften

Wo Futures Literacy eine Fähigkeit beschreibt, kann Futures Thinking sowohl eine Methode als auch eine Denkweise sein. Dem zugrunde liegt die Idee, dass es nicht “die” Zukunft gibt, sondern dass wir uns an einer Vielzahl an wahrscheinlichen, möglichen oder wünschenswerten Zukünften orientieren können. Auf diese Weise können wir lernen, kritisch über Veränderungen nachzudenken oder auch alternative Zukünfte zum Status Quo zu entwickeln.